Schritt für Schritt zum Hüttenglück - Genusswandern am Rossbrand
Filzmoos – das charmante Bergdorf im Salzburger Land – ist wie gemacht für alle, die das Echte, Ursprüngliche und zugleich Genussvolle lieben. Am Fuße der majestätischen Bischofsmütze gelegen, bietet Filzmoos im Sommer wie im Winter unvergessliche Naturerlebnisse, abwechslungsreiche Wanderwege, familiären Wintersport, gelebte Tradition, herzliche Gastfreundschaft und echte Hüttenromantik.
Unser Geheimtipp für den Sommer?
Ganz klar: Mit der Papagenobahn bequem hinauf auf rund 1.600 Meter Seehöhe, weiter in Richtung Gipfel – und rein ins Hüttenglück! Denn wer glaubt, Wandern sei nur etwas für Sportliche, war noch nie auf einer Genusswanderung in Filzmoos: Am Rossbrand laden sieben bewirtschaftete Hütten zur Einkehr – jede mit ihrer eigenen Spezialität, liebevoll zubereitet und mit echter Herzlichkeit serviert. Dazwischen: frische Bergluft, abwechslungsreiche Wege und immer wieder Panoramablicke, die einem den Atem rauben. Und wer schließlich das Gipfelkreuz am Rossbrand erreicht, wird mit einem 360-Grad-Rundumblick belohnt, der die umliegende Bergwelt in ihrer ganzen Pracht zeigt – ein Moment zum Staunen, Verweilen und Genießen.
Genusswanderungen – der („g’schmackige“ = schmackhafte) Weg ist das Ziel
Es gibt zahlreiche Wanderungen auf dem Rossbrand, welche direkt bei der Bergstation der Papagenobahn starten – und egal, welchen Weg ihr wählt: Ihr kommt garantiert an mindestens zwei Hütten vorbei.
Hütten mit Herz & Hausrezept
Schörgi Alm
Direkt bei der Bergstation der Papagenobahn – also perfekt als Start oder krönenden Abschluss – liegt die Schörgi Alm. Und was soll man sagen: Die Bauernkrapfen sind schlicht legendär. Frisch zubereitet, außen knusprig, innen fluffig – wahlweise mit hausgemachter Marmelade oder Vanilleeis serviert. Wir haben sogar nach dem Rezept gefragt … aber das ist ein streng gehütetes Geheimnis von Tinas Oma. (Wir bleiben dran!)
Karhütte
Wer sich über den Panoramaweg oder den „Filz & Moor“ Moorpfad Richtung Gipfel aufmacht, kommt kurz vor dem letzten Anstieg zur Karhütte. Die Spezialitäten? Ein saftiger Hüttenkuchen, der schmeckt wie in der Kindheit – und eine ganz besondere Wildsülze. Das Fleisch dafür stammt direkt vom Rossbrand – regional, ehrlich, mit viel Sorgfalt zubereitet und unglaublich gut. Einfach genießen und die Bergstille rundherum auf sich wirken lassen.
Radstädter Hütte
Etwas unterhalb des Rossbrandgipfels liegt die Radstädter Hütte – ein beliebter Einkehrplatz mit herrlichem Ausblick und gemütlicher Atmosphäre. Welche Köstlichkeiten dort im Sommer genau auf der Speisekarte stehen, konnten wir leider noch nicht herausfinden – die Wirtsleute halten sich da (noch) bedeckt. Aber ein Besuch lohnt sich allein schon wegen der tollen Lage und des herzlichen Empfangs!
Steinalm
Eine Hütte, bekannt für ehrliche, traditionelle Küche – bodenständig und mit viel Liebe gemacht. Eine Spezialität ist die Farfelsuppe, ein fast vergessenes Rezept aus der Region, das nach altem Familienrezept zubereitet wird.
Der selbstgemachte Hüttenfrischkäse wird saisonal mit Bauernbrot oder auf einer ofenwarmen Kartoffel serviert. Sein Geschmack variiert – denn was die Kühe auf den Almwiesen fressen, verändert sich mit den Jahreszeiten: mal würzige Kräuter, mal frisches Berggras – ganz natürlich eben. Die Gerichte und deren Geschmack richten sich danach, was die Alm gerade hergibt – frisch, handgemacht und im besten Sinn einfach echt.
Oberhagmoosalm
Hier bekommt man sie - die wohl weltbesten Pofesen: Brotschnitten mit Powidlmarmelade gefüllt, in Ei getunkt und knusprig goldbraun ausgebacken. Ein echter Klassiker unter den österreichischen Mehlspeisen – und hier auf der Alm einfach unwiderstehlich. Tipp: Auch der hausgemachte Speck ist ein Gedicht. Das Speckbrot der Oberhagmoosalm verdient eigentlich einen Platz im kulinarischen Himmel.
Mandlberggut
Wer von der Steinalm noch ca. 40 Minuten weiterwandert, erreicht das Mandlberggut – ein perfektes Ziel für eine ausgedehnte Tageswanderung. Dort wird man mit luftig lockerem Kaiserschmarrn und hausgemachten Mehlspeisen von der Seniorchefin verwöhnt. Und wer Lust auf ein Schnapserl hat, ist hier genau richtig: In der hauseigenen Destillerie entstehen Edelbrände, Liköre, Gin und Whisky – alles mit viel Liebe hergestellt.
Moosalm
Zum Schluss noch ein echter Geheimtipp: Die Moosalm mit ihren Topfenknödeln, die so gut schmecken, dass man am liebsten gleich Nachschlag bestellt. Das Besondere: Der Topfen kommt von den eigenen Kühen, die rund um die Alm auf saftigen Wiesen grasen. Vom Gras zum Knödel – regionaler geht’s nicht!
Noch mehr Hüttenzauber?
Natürlich lohnt sich eine Einkehr bei allen Hütten – jede hat ihre eigenen Spezialitäten und Geschichten. Wir haben übrigens mit den Wirtsleuten gesprochen: In den Sommermonaten posten wir auf Facebook und Instagram
(@filzmoos.ski) Rezepte und Einblicke in die Hüttenküche – vielleicht verrät uns ja doch noch jemand ein Geheimrezept. Also folgt uns gerne! ;)
Und im Winter?
Da geht’s natürlich weiter – denn auch das Skigebiet Filzmoos bietet weitere gemütliche Hütten, die mit ausgezeichneter Küche und echter Herzlichkeit begeistern.
Info
Mehr Infos & aktuelle Öffnungszeiten der Papagenobahn findet ihr unter: www.filzmoos.ski
Hinweis:
Je nach Jahreszeit kann sich das Speisenangebot ändern – denn auf den Almen wird so viel wie möglich selbst hergestellt und es wird mit dem gearbeitet, was Alm und Tiere gerade hergeben. Hier weiß man ganz genau, was auf den Teller kommt: frisch, hausgemacht und mit viel Liebe zubereitet. Und manchmal eben auch ein bisschen anders als beim letzten Besuch.
Bildnachweis: Bergbahnen Filzmoos - Anja Prommegger, Coen Weesjes, Flachau Tourismus - Gerald Oberreiter