Das Ziel bei einer Wanderung war für mich lange Zeit die Hütte und die gute Jause. Als ich jung war, war das Wandern nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung. Doch Wandern ist in den letzten Jahren zum absoluten Trend geworden. Heute sehe ich das Ganze mit anderen Augen und gehe bewusst durch die wunderschönen Landschaften. Die Natur ist noch nicht so weit. Dennoch möchte ich euch heute schon einmal von meinen Lieblingstouren erzählen, denn träumen darf man ja schon mal.
Das Gebiet der Hofalmen ist ein perfekter Ausgangspunkt für viele Wanderungen in allen Schwierigkeitsgraden. Denn am Fuße der Bischofsmütze erstreckt sich ein einzigartiges Wandergebiet. Ob Spaziergänger oder Wanderer, Familien oder ältere Personen bis hin zu den Extremsportlern und Kletterern - im schönen Hofalmgebiet findet bestimmt jeder sein „Platzerl“.„Viele Wege führen nicht nur nach Rom, sondern auch zu den Hofalmen“ Ich erzähle euch heute von meinen Träumen und meinen Lieblingstouren in das Hofalmgebiet.
Ein wunderschöner und idyllischer Wanderweg, der auch für Familien ideal ist. Meine absolute Lieblingstour ist der Naturlehrpfad in die Hofalm. Bei vielen Gästen ist diese Tour die erste nach ihrer Ankunft in Filzmoos. Ich mag diese Strecke so gerne, da man entweder eine ausgiebige Wanderung oder aber auch nur eine „schnelle“ Hofalmrunde machen kann.
Ich starte vom Dorfplatz in Filzmoos der Straße entlang in Richtung Hinterwinkl bis zur Mautstelle. Vor der Mautstelle überquere ich rechts die Brücke und folge dem Güterweg Leopichl nur ein kurzes Stück bis kurz vor eine Viehsperre. Links davon startet der Wanderlehrpfad Hofalm. Anfangs laufe ich durch den Wald. In der Kühle des Waldes am Morgen kommt der Körper langsam auf Touren. Leichten Schrittes gehe ich bergauf und komme auf den Weg, der hinter das Wallehengut führt. Von dort aus gehe ich weiter entlang von Wiesen und Wäldern und gelange auf dem beschilderten Fußweg zu den Hofalmen. Ab und zu halte ich inne, genieße bewusst diese Ruhe und mache ein paar Atemübungen, damit meine Körperzellen mit frischem Sauerstoff versorgt werden.
Für mich geht es rechts weiter in Richtung Oberhofalm vorbei an der „Meeräugl-Quelle“. Ich trinke einen Schluck des herrlichen, guten Quellwassers aus dem Brunnentrog vor der Bögrainalm. Die Meeräugl-Quelle hat eine lange Geschichte und eine aussagekräftige Sage. "Willst du mich ergründen, werd' ich dich verschlünden", soll eine Stimme aus dem Quellteich gesagt haben, als einmal zwei Almhirten wissen wollten, wie tief der Felsspalt ist, aus dem das Wasser kommt. Die geheimnisvolle Quelle hat der Sage nach keinen Grund und ist mit dem Meer verbunden, daher auch der Name „Meeräugl“. Von dieser Quelle holen sich viele ihr Wasser, so auch ich. Es hat eine enorm hohe Schwingung und man sagt ihm heilende Wirkung nach.
Parallel zur Schotterstraße führt über die Wiese der Wanderweg zur Oberhofalm. Vor dort aus komme ich zu dem Rundweg über den Almsee zur Unterhofalm. Der idyllische Gebirgssee liegt am Fuße der wohlwollenden Königin, der Bischofsmütze. Bei diesem wunderbaren Ausblick auf das malerische Bergmassiv spüre ich, wie ich wieder Kraft tanken kann. Die schöne und sehr beliebte Runde endet für mich auf der Unterhofalm, wo ich mir eine Belohnung verdient habe. Der Wanderbus fährt von der Oberhofalm wieder retour nach Filzmoos.
Ich starte wieder in Filzmoos in Richtung Hofalmen. Nach der Bar „Kenn i di“ überquere ich eine kleine Brücke. Die Straße führt rechts hinauf in Richtung Reithof. Ich wandere weiter, vorbei an der Rettensteinhütte, welche nur im Winter bewirtschaftet ist. Wer die Asphaltstraße nicht hinauflaufen möchte, der kann bis zur Rettsteinhütte auch mit dem Wanderbus fahren. Von der Rettensteinhütte führt der Güterweg weiter zum Ahornegghof. Ein Stück hinter dem Ahornegghof wandere ich entlang eines Forstweges durch den Wald, bis ich zu einer Lichtung gelange.
Bei dem herrlichen Ausblick auf Bischofsmütze, Rötelstein, Hochkönig und bei klarem Wetter sogar auf den Großglockner, bekomme ich nach wie vor Gänsehaut. Auf der Wallehenhütte darf eine deftige Kasjausn und eine Buttermilch zur Stärkung nicht fehlen. Retour nehme ich den Güterweg Sulzenalm an der Löckenwaldhütte vorbei und zweige rechts auf den etwas steileren roten Wanderweg ab. Bei nassem Wetter ist dieser Weg jedoch sehr rutschig und es befinden sich viele Wurzeln am Weg. Der Fußweg führt in Serpentinen hinunter, bis ich wieder auf eine Forststraße gelange. Das letzte Stück führt mich entweder rechts noch auf einen kurzen Abstecher zum Almsee oder direkt links zu den Hofalmen. Von dort aus nehme ich wieder den Wanderbus zurück in den Ort.
Eine kleine Übung: Langsam durch die Nase einatmen und durch den Mund und die fast geschlossenen Lippen wieder ausatmen. Schließe die Augen und wiederhole die Übung ein paar Mal. Die Übung sorgt für Entspannung und ist ein Vorgeschmack auf das, was in der herrlichen Natur in Filzmoos auf dich wartet!
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