Bräuche im Salzburgerland
SUCHEN & BUCHEN
Bild ansehen Inhalt ansehen
SUCHEN & BUCHEN
Urlaub. Berge. Und du. Urlaub. Berge. Und du.
Schiachpercht

Der Perchtenlauf

Im Naturglauben unserer Vorfahren war die Zeit um die Wintersonnenwende von dämonenreichem Zauber umworben. Die mit dem abnehmenden Tag und der immer länger werdenden Nacht absterbende Natur schien den bösen Geistern verfallen zu sein. Es galt daher, diese Unholde zu bekämpfen, die dem Bösen , der Nacht und dem Tode versschreibenden Dämonen zu bannen, die guten Geister, die das Licht, das Schöne und somit das Leben verkörpern, anzurufen, diese im Kampf gegen das Hässliche zu unterstützen.  Denn der Sieg des Tages über die Nacht bedeutete Wiedererwachen der Natur und neue Fruchtbarkeit im kommenden Jahr. Nur an den Spuren dieser Naturbräuche, insbesondere der Dämonenbeschwörung, lassen sich Zusammenhänge zwischen den winterlichen Festtagen der Vorzeit und den heutigen christlichen Feiertagen erkennen. Ein diesbezüglicher Brauch hat sich  bis auf den heutigen Tag mit nur kurzen Unterbrechungen in den Kriegsjahren erhalten. Es ist dies der Perchtenlauf, welcher die winterliche Festzeit abschließt. So sehr auch die Gestalt der Percht im Volksglauben noch lebendig ist und so vielfältig uns diese Gestalt überall begegnet, so wenig wissen wir von ihr. Das Wort „Percht“ ist wohl zweifelslos germanischen Ursprunges und bedeutet althochdeutsch „perath“, mittelkochdeutsch „bereth“, was soviel wie glänzend, prächtig, herrlich bedeutet. Auch glaubte man in Percht eine germanische Göttin, und zwar die Gattin Wotans zu erkennen. Auch als Mutter altgermanischer Götter und als Göttin der Fruchtbarkeit wurde sie angesehen. Darum ist man heute noch der Auffassung, das Perchtenjahr ist ein gutes Jahr! Früher wäre es eine Beleidigung gewesen, hätte man einem Hof keinen Besuch abgestattet. Nun hat man als überliefertes Brauchtum einen festlichen Zug, der um die Zeit der Hl. 3 Könige durch die Straßen zieht, geformt. Der Pongau, der der Percht besonders verschrieben ist, pflegt dieses Perchtenbrauchtum jedes Jahr in einem anderen Ort. Die Orte Altenmarkt, Bischofshofen, Gastein und St. Johann/Pg.  wechseln sich alle vier Jahre ab.
Weitere Informationen